Form folgt Funktion - das Design

Masken tragen in Österreich?

Bis vor Kurzem für uns unvorstellbar. Mittlerweile sind Masken im Alltag tägliche Begleiter. Österreich ist ein Land der Kultur, Würde und Innovation - wir werden auch diese Situation mit Stil meistern.

Rückblick Februar 2020:

Allerorts werden die Nähmaschinen aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. Entstaubt, geölt und in Betrieb genommen. Auch ich lege meine Architekturkonzepte beiseite und verbringe viele Stunden damit, Behelfsmasken zu nähen.

Die meisten Maskenformen reizen mich nicht. Meiner Ansicht nach müssen sie sich dem Gesicht des Trägers anpassen – nicht umgekehrt.

Da entdecke ich ein Design, das mich sofort fasziniert. Die klassische Maske aus Südkorea. Spontan werden Erinnerungen an Origami in mir wach:  Ein Quadrat präsentiert Dir – mit Geschick gefaltet - als Ergebnis die eindeutige Aussage: „Himmel oder Hölle“.

Das paßt gut. Es kommt immer darauf an, wie wir auf Situationen reagieren. Was wir daraus entwickeln. "Himmel und Hölle befinden sich genau zwischen deinen eigenen Ohren" - eine Zen-Weisheit, die verdeutlicht, daß Du selbst entscheiden kannst, wie Du mit einer Situation umgehst.

Eine gebogene Fläche für mehr Abstand und Luftvolumen.

Entwurfs-Skizze Baobey

Die dreidimensionale  Grundform der Maske bildet eine durchgehende, gleichmäßige Barriere. Sie bietet mehr Luftvolumen und hält - vor Mund und Nase - Distanz zu deinem Gesicht. Auch hier macht "Abstand-halten" Sinn:  Hautreizungen und Hitzeausschläge werden reduziert.

Keine nervigen Flankerln und Fussel in Nase oder Mund.

Korrekt gefaltet und vernäht wird aus einer ebenen Fläche ein Bogen. Vertikal stabilisiert durch Kinn und Nase. Horizontal fixiert durch Ohrschlaufen mit weichen Gummischnüren. Die Quadratur des Kreises.

Designermaske von Baobey

Hast Du die Maske nicht in Verwendung, kannst Du sie - zusammengeklappt - gut verstauen. Die Form funktioniert - und sie zeigt deinen Sinn für Stil.